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5420-21 Casamia NF Tapete
5420-21 Casamia NF Tapete
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FAQ: FRAGEN ZUR
VERARBEITUNG DER TAPETEN
 
TAPETO
Inh. Steffen Jeschke
Gubener Str. 3
DE-15907 Lübben
Germany
Hotline: +49.(0)3546.229701
 

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Berechnung der Tapetenrollen
 
1. Wie errechne ich die benötigte Anzahl Tapetenrollen?
2. Tapeten ohne Versatz - Was heißt das? 
3. Tapeten mit Versatz - Was heißt das?
 
Werkzeuge, Vorbereitung
 
4. Welche Tapezierwerkzeuge und -materialien benötige ich?
5. Welche Vorkehrungen muss ich beim Tapezieren treffen?
6. Wie beseitige ich am besten Risse, Löcher und Unebenheiten an der zu tapezierenden Wand?
7. Wie kann ich die Festigkeit alter Anstriche feststellen?
8. Wie kann ich die Saugfähigkeit alter Anstriche feststellen?
9. Wie muss der Untergrund für eine Tapezierung beschaffen sein?
10. Wie entfernt man hartnäckige Tapetenreste von der Wand? oder Was mache ich, wenn sich die alten Tapeten nicht oder nur schwer ablösen lassen?
11. Kann man alte Tapeten einfach überkleben?
12. Weshalb muss ich alte Tapeten vor dem Tapezieren sorgfältig ablösen?
13. Auf welchem Untergrund ist ein Tiefgrund unbedingt erforderlich?
 
Tapetenhinweise
 
14. Wo finde ich Verarbeitungshinweise für meine Tapete?
15. Was ist ein Rapport?
16. Was bedeuten die Anfertigungsnummern auf dem Einrollzettel der Tapete?
17. Was versteht man unter dem "RAL-Gütezeichen"?
 
Tapezieren
 
18. Welchen Kleister verwendet man für welche Tapete?
19. Was versteht man unter einer "Weichzeit für Tapeten"?
20. Warum muss man eine Weichzeit bei Papiertapeten einhalten?
21. Wie prüfe ich gegebenenfalls die Weichzeit selbst, falls der Hersteller dazu keine Angaben macht?
22. Wie verhindere ich, dass der Kleister beim Einweichen nicht eintrocknet?
23. Was passiert, wenn ich mein angesetzter Kleister zu dünn ist?
24. Wie entsorge ich überschüssigen Kleister?
25. Was versteht man unter Wandklebetechnik?
26. Welchen Vorteil bieten Vliestapeten?
27. Haben Vliestapeten auch Nachteile?
28. Wie entstehen offene Nähte beim Tapezieren und wie kann man sie vermeiden?
29. Wodurch entsteht eine Nahtschrumpfung?
30. Wodurch entsteht Blasenbildung und wie kann man Sie vermeiden?
31. Was ist ein "Doppelnahtschnitt"?
32. Wie verklebt man Tapetenbahnen, die besonders lang sind?
33. Wie muss beim Tapezieren von Rundbögen beachtet werden?
34. Wie kann man tun, wenn während der Tapezierarbeiten oder später beim Einräumen der Möbel Stoßschäden an der Tapete entstehen?
35. Wie verklebt man Tapete in Fensterbereichen?
36. Wie tapeziert man hinter Heizkörpern?
37. Wie tapeziert man am besten im Bereich von Türöffnungen?
38. Was ist beim Kleben der Tapete am Dachschrägen zu beachten?
39. Wie sind Aussparungen zu behandeln?
 
Nach dem Tapezieren
 
40. Nach dem Tapezieren, sind die Nähte zwischen den Tapeten zu sehen.

 
1. Wie errechne ich die benötigte Anzahl Tapetenrollen?
Ganz einfach:
Beim Berechnen kommt es darauf an, ob Sie eine Tapete "mit Versatz" haben oder eine Tapete "ohne Versatz". (siehe Punkte 2. und 3.)
 
Eine Eurorolle reicht für ca. 5 qm Wandfläche. Will man auf das umständliche Vermessen aller Wände verzichten hilft folgende Formel weiter: Raumumfang mal Raumhöhe geteilt durch 5 ergibt die notwendige Rollenzahl. Fenster- und Türaussparungen sind mit als Wandfläche gerechnet, die in den Raumumfang einfließt. Dadurch haben wir genügend Verschnitt mit einkalkuliert, der sich insbesondere bei großen Mustern ergeben kann. Einen Tapetenrest sollte man immer aufbewahren, falls später einmal eine Beschädigung ausgebessert werden muss. Mit der untenstehenden Tabelle liegt man immer richtig.
 
Tapetenbedarf für die Wände
 
Raumumfang 
2,10 – 2,35 m
Raumhöhe
2,40 – 3,05 m
Raumhöhe
3,10 – 4,00 m
Raumhöhe
6 m
3
4
5
10 m
5
7
9
12 m
6
8
11
15 m
8
10
14
18 m
9
12
17
20 m
10
14
19
24 m
12
16
23
 
Tapetenbedarf für die Decke 
 
Raumumfang
 
9-12 m
13-15 m
17-18 m
20-21 m
22-24 m
26-27 m
29-30 m
Anzahl der benötigten Rollen
2
3
4
6
7
9
10
 
2. Tapeten ohne Versatz - Was heißt das? 
Bei Tapeten ohne Versatz müssen Sie auf kein fortlaufendes Muster achten. Die Tapetenbahnen können ohne Verschiebung nebeneinander tapeziert werden.
 
3. Tapeten mit Versatz - Was heißt das?  
Tapeten mit Versatz bedeutet: Die Tapete hat in einem gewissen Abstand ein fortlaufendes Muster, welches bei der nächsten Bahn wieder angesetzt werden muss. Je größer das Muster der Tapete ist, desto mehr Verschnitt muss eingerechnet werden. Der Versatz des Musters, der pro Tapetenbahn eingeplant wird, ist auf der Rollenbanderole ablesbar. Eine Eurotapetenrolle ist 10,05 Mtr. lang und 0,53 Mtr. breit. Diese Rolle reicht bei einer Raumhöhe von 2,50 Mtr. in der Regel für 4 Bahnen. Eine Tapete mit Versatz ergibt bei einer Raumhöhe von 2,50 Mtr. je nach Größe des Versatzes ca. 3 Bahnen.
 

4. Welche Tapezierwerkzeuge und -materialien benötige ich?
Zum Messen benötigt man einen Meterstab (Zollstock) und ein Bandmaß, das mindestens so lang sein sollte wie die Decke des zu tapezierenden Zimmers hoch ist.
 
Senkrechte und waagerechte Bezugslinien kann man mit Hilfe eines Lots und einer Wasserwaage festlegen. Zum Ablängen (Trennen) der Tapete(-nbahnen) verwendet man am besten eine Schere aus Edelstahl, um das Rosten einer gewöhnlichen Schere durch den feuchten Kleister zu vermeiden. Ebenfalls sehr gut eignet sich eine Abreißschiene, womit sich trockene sowie eingekleisterte Tapetenbahnen sehr sauber trennen lassen.
 
Weiterhin benötigt werden:
  • ein Kunststoffeimer zum Anrühren des Kleisters
  • ein Metallspachtel zum Ablösen der alten Tapete
  • ein abgewinkelter Heizkörperpinsel zum Anrühren des Kleisters
  • Tapezierbürsten zum Andrücken der Tapete
  • ein weicher Bleistift zum Anzeichnen
  • ein Cuttermesser zum Abtrennen der Tapete an Kanten, Ecken etc.
  • Kunststoffspachtel, Bürsten bzw. Rollen zum Herausdrücken eingeschlossener Luftblasen
  • tonnenförmige Nahtroller oder ein weiches handtuchgroßes Tuch zum Anpressen der Tapetenstöße
  • ein Tapeziertisch, der mindestens 10cm länger als die einzukleisternden Tapetenbahnen sein sollte
  • eine standsichere, robuste Leiter mit Ablage- bzw. Abhängemöglichkeit für das Werkzeug
  • passenden Tapetenkleister laut Angabe auf der Tapetenrolle
Werkzeug zum Tapezieren
 
Tapezierwerkzeuge
Kunststoff-Andrückspachtel (1)
Tapezierbürste (2)
Moosgummiwalze (3)
Kleisterbürste (4)
Nahtroller (5)
Zollstock (6)
Bleistift (7)
Tapezierschere (8)
Cuttermesser (9)
Metallspachtel (10)
Lot (11)
Tapezierschiene (12)
Kanten-Schneideschiene (13)
Tapeziermesser (14)
Eimer (15)

Quelle: http://www.ps-international.de/gifs/serv_werkzeug.gif

5. Welche Vorkehrungen muss ich beim Tapezieren treffen?
Fußleiste - außer obere Kante -mit Klebe- oder Kreppband abkleben. Den Boden des Raumes und die im Raum verbliebenen Möbel - vorzugsweise in der Raummitte zusammenstellen - möglichst wasserdicht mit Folie abdecken von Steckdosen und Schaltern die Schutzdeckel entfernen; den Strom abgeschaltet lassen ausreichend Licht sollte vorhanden sein Tüten, Säcke oder Behältnisse für die abgelöste Tapete bereitstellen das Zimmer muss gut belüftet sein, Durchzug aber unbedingt vermieden werden auf keinen Fall stark heizen, weil sonst die Tapeten zu schnell bzw. ungleichmäßig trocknen; ideal sind 18-20°C die Saugfähigkeit bzw. Festigkeit alter Anstriche feststellen Unebenheiten, Risse und Löcher in der Wand müssen beseitigt werden
 
6. Wie beseitige ich am besten Risse, Löcher und Unebenheiten an der zu tapezierenden Wand?
Dübellöcher lassen sich hervorragend mit Instant-Spachtelmassen aus der Tube schließen. Die Verarbeitung ist sauber und schnell. Es ist kein Anrühren notwendig, und man bekommt keine schmutzigen Hände. Die Spachtelmasse ist gebrauchsfertig und kann bei Bedarf sofort eingesetzt werden. Einsetzbar sind diese Spachtelmassen auf neuem und altem Putz, Beton, Mauerwerk, Natur- und Kunststein, Dämmplatten und auf Styropur. Bei größeren Rissen und Löchern, wie sie häufig in Altbauwänden oder nach Kabelverlegungen entstehen, kann auf das Anrühren eines Füllspachtels aber nicht verzichtet werden. Zum vollflächigen Verspachteln größerer Flächen und zum Verfugen von Gipskartonplatten verwendet man am besten Super-Haftspachtel. Der Spachtel ist kunstharzverstärkt und geht eine feste Verbindung mit dem glatten Untergrund ein. Er lässt sich leicht glätten und härtet ohne einzusinken oder Risse zu bilden gleichmäßig aus.
 
7. Wie kann ich die Festigkeit alter Anstriche feststellen?
Man drückt einen kleinen Streifen transparentes Klebeband (z. B. Tesafilm®) gegen die Wand und zieht ihn wieder ab. Bleibt dabei Farbe in Form eines Belages oder als mehlige Flecken haften, wird an so einer Wand kaum Kleister haften. In diesem Fall muss die alte Farbe komplett abgewaschen oder ein Tiefgrund aufgetragen werden.
 
8. Wie kann ich die Saugfähigkeit alter Anstriche feststellen?
Die Saugfähigkeit lässt sich durch Benetzen mit Wasser prüfen: Perlt es ab, besteht eine zu geringe Saugfähigkeit; Kleben von Rollenmakulatur ist erforderlich. Eine sofortige dunkle Verfärbung der benetzten Stelle bedeutet zu hohe Saugfähigkeit; Vorkleistern oder das evtl. Grundieren mit lösungsmittelfreiem Tiefengrund schafft Abhilfe.
 
9. Wie muss der Untergrund für eine Tapezierung beschaffen sein?
Hierfür lautet die Faustregel: Der Untergrund muss trocken, fest, sauber, glatt und saugfähig sein. Am besten eignen sich dafür neu geputzte, durchgetrocknete Wände, die einen Feinputz aus Gips als Oberfläche haben.
 
10. Wie entfernt man hartnäckige Tapetenreste von der Wand? oder Was mache ich, wenn sich die alten Tapeten nicht oder nur schwer ablösen lassen?
Dem Wasser, mit dem die alte Tapete aufgeweicht werden soll, wird ein handelsüblicher Tapetenablöser bzw. ersatzweise Spülmittel zugesetzt. So wird ein schnelles und leichtes Durchdringen der Tapete und ein Anlösen des Kleisters erreicht.
 
Bei Tapeten mit wasch- und scheuerbeständiger Oberfläche (wasserdicht) muss diese vorher mit Nagelwalze, -brett, Drahtbürste oder anderen „Aufkratzgeräten“ aufgerissen und durchlöchert werden, um das Eindringen des Wassers zu ermöglichen. Nach ausreichender Einweichzeit ist ein Entfernen der Tapete mit einem Stoßspachtel deutlich leichter möglich. Auch besteht die Möglichkeit des mehrfachen Einweichens der Tapete. Oft hilfreich ist ebenfalls die Zugabe von etwas Tapetenkleister zum Einweichwasser. Dann zieht das Wasser besser ein und läuft an der Tapete nicht herunter.
 
Eine völlig neue Methode nutzt Dampf zum Ablösen der Tapete. Entsprechende Geräte sind im Fachhandel erhältlich.
 
11. Kann man alte Tapeten einfach überkleben?
Nein. Das Entfernen von alten Tapeten ist vor jeder Renovierung erforderlich, weil das Überkleben von Alttapeten nicht fachgerecht ist und Tapezierfehler sowie Schäden verursacht.
 
12. Weshalb muss ich alte Tapeten vor dem Tapezieren sorgfältig ablösen?
Somit vermeidet man Unebenheiten, die sich auf der neuen Tapete durch z. B. alte übereinander geklebte Nähte abzeichnen würden. Zudem gibt es möglicherweise ein Problem mit der Haftung, weil die neue Tapete zwar gut auf der alten, aber nicht an der Wand haftet. Durch die neue Feuchtigkeit wird die Kleisterschicht der alten Tapete angelöst und lockert die diese Bahnen
 
13. Auf welchem Untergrund ist ein Tiefgrund unbedingt erforderlich?
Lösungsmittelfreier Tiefgrund soll bei stark saugenden, sandenden Untergründen eingesetzt werden. Er hat die Eigenschaft den Untergrund zu festigen und die Saugfähigkeit so zu regulieren, dass eine nachfolgende Tapezierung ohne Probleme durchgeführt werden kann.
 
Eine Grundierung auf einer Gipskartonfläche hat den Vorteil, dass das Deckpapier des Kartons bei einer nachfolgenden Renovierung nicht zu stark beschädigt wird.
 
Allerdings muss die Grundierung so verdünnt werden, dass der Untergrund noch saugfähig bleibt.
 

14. Wo finde ich Verarbeitungshinweise für meine Tapete?
Die jeweils zu einer Rollenart gehörenden Verarbeitungshinweise finden Sie als Einlage bei der Tapetenrolle. Sollten Sie bei den von uns bestellten Rollen keinen Beipackzettel finden, teilen Sie uns das bitte mit. Für Rückfragen bezüglich der Verarbeitung stehen wir Ihnen gerne per Email unter info@tapeto.de zur Verfügung.
 
15. Was ist ein Rapport?
Ein Rapport ist die Wiederkehr eines Musters auf der Tapetenbahn. Man unterscheidet zwischen dem Höhenrapport, der sich auf der Bahn in der Höhe mehrmals wiederholt oder dem Seitenrapport, der sich in der Bahnbreite ja nach Musterart und -größe mehrmals wiederholen kann. Der Rapport wird mit Symbolen für gleichlaufend oder Versatz in cm angegeben und muss beachtet werden.
 
16. Was bedeuten die Anfertigungsnummern auf dem Einrollzettel der Tapete?
Jeder Neudruck von Wandbekleidungen wird vom Hersteller mit einer neuen Anfertigungsnummer bzw. Chargennummer gekennzeichnet.
 
Vor dem Tapezieren ist festzustellen, ob alle Rollen, die für einen Raum bzw. eine Wand oder eine Deckenfläche verwendet werden sollen, aus derselben Anfertigung stammen. Unterschiedliche Zahlen oder Buchstaben auf dem Einrollzettel bedeuten, dass die Rollen nicht aus demselben Druckgang kommen. In diesem Fall besteht die Gefahr einer Farbton- bzw. Musterabweichung. Rollen aus diesen unterschiedlichen Fertigungen sind auf gesonderter Fläche zu tapezieren.
 
17. Was versteht man unter dem "RAL-Gütezeichen"?
RAL-Zeichen
Tapeten, die das RAL-Gütezeichen tragen, genügen den höchsten ökologischen Ansprüchen, der Einhaltung zugesicherter Qualität und der Erfüllung hoher ökologischer Anwendungsansprüche für die Produkte. Tapeten mit diesem Gütezeichen enthalten z.B. keine leichtflüchtigen Weichmacher, FCKW oder chlorierte bzw. aromatenhaltige Lösemittel. Bevor die Tapeten jedoch mit dem RAL-Gütezeichen ausgezeichnet werden dürfen, werden sie strengen Prüfungen durch ein neutrales Institut unterzogen.
 

  
18. Welchen Kleister verwendet man für welche Tapete?
Grundsätzlich unterscheidet man vier unterschiedliche Arten:
 
1. Normalkleister: Reine Methylcellulose zum Kleben von Papiertapeten jeder Art.
2. Spezialkleister: Reine Methylcellulose mit Kunstharzzusätzen zum Kleben von stärkeren Präge-, Glattvinyl-, Strukturprofil- und Naturwerkstofftapeten.
3. Vliestapetenkleister: Spezieller Kleber für Vliestapeten. Er sorgt dafür, dass sich Sie die Tapeten auch nach Jahren leicht ablösen lassen.
4. Kleister für Tapeziergeräte: Reine Methylcellulose mit Kunstharz bzw. Dispersionskleber verstärkt, speziell für den Einsatz im Kleistergerät.
5. Universaltapetenkleister kann, je nach Beschaffenheit, für alle Tapeten und Kleistergeräte geeignet sein.
 
19. Was versteht man unter einer "Weichzeit für Tapeten"?
Vorgang beim Tapezieren, bei dem der auf die Tapete aufgetragene Kleister in das Papier eindringt und die Fasern anquellen lässt. Dabei dehnt sich das Tapetenpapier in der Breite um ca. 2,5 % und in der Länge um 0,5 % aus. Die vorgeschriebene Weichzeit muss eingehalten werden, weil sonst Probleme wie Faltenbildung oder ein Aufplatzen der Nähte auftreten können. Sie beträgt zwischen 8 und 12 Minuten.
 
20. Warum muss man eine Weichzeit bei Papiertapeten einhalten?
Durch die Wasseraufnahme des Papiers vergrößern sich die Papierfasern und die Tapetenbahn wird breiter und länger. Die Dauer der Weichzeit und wie groß die Dehnung ist, ist von der Art der Tapete (Gewicht, glatt/geprägt, Oberfläche) abhängig. Hier gibt die Verarbeitungsanleitung des Herstellers z. B. auf dem Beipackzettel Auskunft. Unterschiedliche Weichzeiten einzelner Bahnen können Musterverschiebungen zur Folge haben!
 
21. Wie prüfe ich gegebenenfalls die Weichzeit selbst, falls der Hersteller dazu keine Angaben macht?
Die Prüfung erfolgt durch Zusammendrücken der Kanten der zusammengelegten Tapetenbahn im Schlaufenbereich. Öffnen sich die Kanten nach kurzer Zeit wieder, muss die Weichzeit verlängert werden. Bleiben sie aneinander haften, kann die Bahn verarbeitet werden.
 
22. Wie verhindere ich, dass der Kleister beim Einweichen nicht eintrocknet?
Die Bahnen werden dazu Kleisterschicht auf Kleisterschicht zusammengelegt und die Ränder angedrückt. Man schlägt dazu die Bahnen von beiden Enden bis zur Mitte ein und legt die Bahnen anschließend in logischer Reihenfolge ab. Zuerst an die Wand klebt man die Bahn, die man als erste eingeweicht hat.
 
23. Was passiert, wenn ich mein angesetzter Kleister zu dünn ist?
Bei zu dünnem Kleister weicht die Tapete zu stark durch. Normale Papiertapeten reißen aufgrund des starken Durchweichens dann leicht ein und lassen sich auf der Wand nur schlecht verschieben bzw. korrigieren. Außerdem wird die Klebkraft geschwächt, was ein Loslösen der Tapete zur Folge hat.
 
24. Wie entsorge ich überschüssigen Kleister?
Haushaltsübliche Restmengen werden mit Wasser stark verdünnt und können über die Toilette entsorgt werden.
 
25. Was versteht man unter Wandklebetechnik?
Die Tapeziermethode, bei der das Klebemittel auf den zu tapezierenden Untergrund aufgetragen wird und nicht auf die Rückseite der Wandbekleidung (z. B. bei Vliestapeten), bezeichnet man als Wandklebetechnik.
 
26. Welchen Vorteil bieten Vliestapeten?
Vliestapeten sind sehr belastbar, dimensionsstabil, wasserdampfdurchlässig, rissüberbrückend, haben keine Trocknungsspannungen und sind sehr haltbar. Eine Weichzeit ist nicht erforderlich. Sowohl die Wandklebetechnik als auch ein Einkleistern der Bahnen per Hand oder mit dem Kleistergerät ist möglich. Sie sind also sehr einfach zu verarbeiten. Auch das Ablösen bei einer späteren Renovierung gestaltet sich, verglichen mit anderen Tapeten, extrem einfach, da sich diese Tapetenart trocken wieder ablösen lässt.
 
27. Haben Vliestapeten auch Nachteile?
Weil diese Tapeten schwerer als andere sind, benötigt man Kleister mit höherer Klebkraft. Einige Vliestapeten neigen zum Durchschimmern, was einen Vorstrich nötig macht. Die dadurch erhoffte Zeitersparnis bei der Verarbeitung der Tapete wird durch die Trocknungszeit der Vorstrichfarbe von ca. 6-8 Stunden wieder zunichte gemacht.
 
28. Wie entstehen offene Nähte beim Tapezieren und wie kann man sie vermeiden?
Meist durch unsachgemäße Untergrundvorbehandlung, ungleichmäßiges Einkleistern, zu geringe Weichzeiten oder zu wässrigen Kleister. Auch eine zu schnelle Trocknung der Tapezierung führt eventuell zu klaffenden Nähten. Es empfiehlt sich, nach dem Einkleistern und Zusammenlegen der Tapetenbahnen diese noch einmal aufzurollen. Dadurch wird ein Hochstellen und zu schnelles Austrocknen der Bahnkanten verhindert.
 
29. Wodurch entsteht eine Nahtschrumpfung?
Da Papier-Tapeten sich durch die Wasseraufnahme ausdehnen, können Sie sich auch wieder zusammenziehen, wenn die Tapete nicht vollflächig am Untergrund verklebt ist. Ursache: Falscher Kleister, schlechte Untergrundvorbehandlung, die Tapete trocknet durch starke Wärmeeinstrahlung oder Zugluft zu schnell.

30. Wodurch entsteht Blasenbildung und wie kann man Sie vermeiden? 
Alle Papier-Tapeten benötigen eine Mindest-Weichzeit von ca. 10 Minuten. Blasenbildung entsteht durch Nachdehnung des Papiers auf der Wand, wenn keine oder zu kurze Weichzeit angesetzt wurde, der Untergrund nicht saugfähig ist, zu dünner Kleister genommen wurde oder die Tapete durch hohe Luftfeuchtigkeit sehr lange trocknet.
Abhilfe kann man schaffen, indem die Weichzeiten entsprechend verlängert, Kleisteransatz, Saugfähigkeit, bzw. Baubedingungen überprüft und gegebenenfalls verbessert werden.
 
31. Was ist ein "Doppelnahtschnitt"?
Hierbei werden die Tapetenbahnen im Nahtbereich oder auch an den Außenecken 5-7cm überlappend geklebt und mit einem scharfen Beschneidemesser (Gleitfußmesser) doppelt durchgeschnitten. Nach Herausnahme der Verschnittstreifen erzielt man eine besonders saubere, dichtstoßende Naht.
 
32. Wie verklebt man Tapetenbahnen, die besonders lang sind?
Die Bahnen werden in ziehharmonikaartigen Schlaufen von ca. 40 - 50cm Länge zusammengelegt und beim Tapezieren auf einer Unterlage (Brett o. ä.) getragen. So wird vermieden, dass die Bahnen durch das hohe Eigengewicht längen, was zu Rapportverschiebungen führt. Dies ist besonders bei schweren Prägetapeten wichtig.
 
33. Wie muss beim Tapezieren von Rundbögen beachtet werden?
Diese werden wandseitig fertig tapeziert plus 2 bis 3 cm Zugabe bei den auslaufenden Bahnen im Bogenbereich. Diese Zugabe wird mit der Schere alle 3 - 5 cm eingeschnitten und in den Bogen tapeziert. Danach wird je ein in Muster und Breite passender Streifen in die rechte und linke Rundbogenhälfte verklebt. Durch diese Verklebung entsteht nur eine Naht in der Mitte des Rundbogens. Das Muster kann nur bis zum Anfang der Rundung passen, danach nicht mehr. Bei stark musterbetonten Tapeten sollte im Bogen eventuell eine dazu passende unifarbene Tapete verklebt werden.
 
34. Wie kann man tun, wenn während der Tapezierarbeiten oder später beim Einräumen der Möbel Stoßschäden an der Tapete entstehen?
Über die geschädigte Stelle wird ein eingekleistertes Stück der gleichen Tapete gelegt. Dabei ist natürlich auf die Übereinstimmung des Musters zu achten. Mit einem scharfen Cuttermesser schneidet man um den Fleck herum beide Tapeten durch, so dass man das beschädigte Stück entfernen und das neue Stück einsetzen kann. Kleisterreste auf der Tapetenvorderseite sollten direkt im Anschluss mit Schwamm und klarem Wasser entfernt werden.
 
35. Wie verklebt man Tapete in Fensterbereichen?
Normalerweise beginnt man mit der ersten Bahn an einer Seite des Fensters. Die Tapete lässt man soweit zum Fenster hin überstehen, dass die Fensterlaibung ausreichend abgedeckt wird. An der Kante der oberen Fensterlaibung und zur Fensterbank wird der Überstand mit Hilfe eines Cuttermessers sauber eingeschnitten. Mit dem Überstand wird die Fensterlaibung ausgekleidet.
 
36. Wie tapeziert man hinter Heizkörpern?
Hinter Heizkörpern wird nicht tapeziert. Diese werden „umfassend“ tapeziert, d. h., die Tapete wird nicht hinter den Heizkörper geführt!
 
37. Wie tapeziert man am besten im Bereich von Türöffnungen?
Türen werden immer nur von einer Seite aus tapeziert. Dabei ist darauf zu achten, dass nur ca. 3 cm der Tapetenbahn am Türrahmen überstehen. Der Überstand wird mit Hilfe eines Cuttermessers und eines Kunststoffspachtels sauber abgeschnitten. Bei Mustertapeten darf man auf keinen Fall links und rechts neben der Türöffnung eine ganze Bahn kleben. Von einer Seite kommend wird an die Tür antapeziert. Wenn die Tapetenbahn breiter ist, als der bis zum Türrahmen zur Verfügung stehende Raum, wird die Bahn der Länge nach aufgeteilt.
 
38. Was ist beim Kleben der Tapete am Dachschrägen zu beachten?
Zuerst wird die Schräge tapeziert. Dann wird der untere Teil überlappend geklebt. Mit dem Doppelnahtschnitt werden bündige Schnittkanten erzielt, die auf Stoß gelegt werden und deren Naht mit einer Moosgummirolle angerollt wird.
 
39. Wie sind Aussparungen zu behandeln?
Aussparungen für Schalter, Steckdosen und Deckenstrahler werden übertapeziert. Nach dem Tapezieren, schneidet man das Vlies sofort kreuzförmig ein und reinigt die Schaltermechanik vom Kleister. Sobald die Tapete trocken ist, schneidet man mit einem Cuttermesser die Schaltermaße etc. zurecht.


 
40. Nach dem Tapezieren sind die Nähte zwischen den Tapeten zu sehen. 
Dieses Problem bekommen selbst Fachleute. Es liegt daran, dass die Tapeten in den meisten Fällen nicht komplett, sondern nur die Oberschicht durchgefärbt ist. Besonders bei dunklen Tapeten fallen die weißen Nähte dann ins Auge. Wenn Sie nicht neu tapezieren möchten, bekommen Sie diese Angelegenheit vielleicht so in den Griff:
 
Nehmen Sie ein Reststück der Tapete mit in den nächsten Baumarkt. Lassen Sie sich den gewünschten Farbton anmischen. Nehmen Sie nun einen Lappen mit ein wenig Farben darauf und wischen die Stöße leicht nach. Beseitigen Sie unbedingt sofort Farbe, die auf die Tapete gekommen ist mit einem feuchten Lappen.
 
Haben Sie weitere Fragen, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

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